Panamakanal - Auckland, Neuseeland |
Etappendaten
Datum |
8. - 24. Oktober 2005 |
Etappe |
Panamakanal (PA) - Pazifik -
Äquator-Taufe
- Tahiti (FR) - Auckland (NZ) |
|
Etappenkarte (Klick
auf die Karte für eine vergrösserte Ansicht)
|
|
Pazifik, östlich der Kokos Inseln (N5,
W 86)
Wir wachen zu einem warmen (26° C) aber regnerischen
Tag auf.
Heute ist viel Arbeit angesagt, da wir während der
Durchquerung des Panamakanals viele Photos (ca. 1'000) und
Videosequenzen (ca. 50!) gemacht hatten. Jetzt ist seriöses
Aufräumen angesagt..
|
Pazifik, nord-westlich der Galapagos Inseln
(N 3, W 93)
Der heutige Tag ist perfekt: Sonnig, mit einigen wenigen
Wolken bei warmen 25° C.
Wir sind zwar in der Nähe der Galapagos Inseln, aber
es ist kein Land in Sicht.
Obwohl wir uns immer noch im Humboltstrom befinden, ist
es warm genug das Leben an Bord zu geniessen und draussen
im Liegestuhl zu faulenzen.
Die Zeit wurde über Nacht wiederum eine Stunde zurückgestellt.
Wir sind jetzt bei GMT -6.
Heute ist Sonntag und somit holt der Kapitän für
uns zwei weitere, spezielle Flaschen Wein aus dem "Keller".
Erneut werden wir von Xavier dem Koch und von Marian dem
Maître d'Hôtel verwöhnt. Sonntag ist eben
immer ein spezieller Tag..
Da es Sonntag ist, wird auch Roquefort Käse serviert,
sehr zum Vergnügen von Susi und Roger (Wääck!!
Nix für Ruedi!).
Für einen (weiteren) Tag wird auf Diät verzichtet
und wir geniessen den Dessert aus Glacé und viel Caramel-Crème.
Am Nachmittag treffen wir Passagiere uns auf der Kommandobrücke,
wo uns der Chef-Mechaniker abholt um uns den Maschinenraum
und die anderen technischen Ausrüstungen unter Deck
zu zeigen. Der Kapitän amüsiert sich über
unsere grosse Spannung vor diesem Ereignis.
Der Maschinenraum ist unter dem Hauptdeck im Heck des Schiffes
und ist etwa 3 Stockwerke hoch.
Das erste Ziel ist der Kontrollraum unter Deck. Er befindet
sich direkt neben dem Motor. Alles wird von hier aus überwacht.
Alle Instrumente sind für den Fall eines Ausfalls mindestens
zwei Mal vorhanden.
Alle Instruktionen von der Brücke werden hier "mitgehört"
und alle Aufgaben können auch von hier aus durchgeführt
werden. Das geht soweit, dass das der Motor sogar ohne Elektronik,
manuell gefahren werden kann.
Wegen des unglaublichen Lärms im Motorenraum wird
alles hier schon mal Erklärt.
Darauf "fassen" wir Ohrschütze und steigen
auf die weiter unten gelegenen Decks ab.
Obwohl der Raum belüftet ist, ist es sehr heiss.
Wie es sich für gute Touristen gehört, wird alles
photographiert und werden viele Notizen gemacht.
Im ganzen hat es 4 Stromgeneratoren, wobei gleichzeitig
immer nur zwei benötigt werden. Die anderen sind zur
Reserve da.
Der Motor hat 7- Zylinder und ist turbo-geladen.
An Bord befindet sich auch ein Ersatzzylinder welcher währen
des laufenden Betriebes ausgewechselt werden kann.
Da die Matisse das ganze Jahr unterwegs ist, werden alle
Wartungsarbeiten und Reparaturen währen der Reisen durchgeführt.
Die Werkstatt ist mit allen notwendigen kleinen und grossen
Werkzeugen ausgerüstet.
Zwei Matrosen sind nur dazu angestellt das ganze Schiff
immer wieder neu zu streichen.
Auch die anderen Matrosen helfen beim Streichen mit, jedoch
nur wenn keine andere Arbeit anliegt.
In einer kleinen Kehrichtverbrennungsanlage wird der anfallende
Müll verbrannt.
Heutzutage darf nur noch kompostierbarer Abfall über
Bord geworfen werden. Selbst das Abwasser wird an Land sauber
entsorgt.
Immer weiter runter geht es, bis zum untersten Deck, wo
sich die Antriebswelle befindet.
Der Motor ist direkt, ohne Kupplung, mit der Schraube verbunden
und dreht mit maximal 100 Umdrehungen pro Minuten.
Für weitere Details über die Matisse bitte
hier
drücken. |
Pazifik, westlich der Galapagos Inseln (N 0,
W 102)
Obwohl wir den Äquator schon beinahe erreicht haben,
ist das Wetter bewölkt. Lediglich am Nachmittag scheint
die Sonne.
Die Wassertemperatur ist recht kalt (22° C).
Heute ist DER Tag: Die Überquerung des Äquators!
Ruedi und Roger sind sehr beschäftigt ihre GPS zu programmieren,
um die Überquerung ja nicht zu verpassen.
Stolz präsentieren sie dem Kapitän die eingegebene
Route. 30 Minuten bis zum Äquator.
Nein, lediglich noch zehn Minuten antwortet dieser.
??????
Die Matisse hat kurz zuvor den Kurs geändert. Schweinisch!!!!
Schnell wird der neue Kurs eingegeben und die zwei sind
wieder bereit.
Jedermann wartet nun auf den grossen Moment.
Ob wir etwas spüren werden beim überqueren ....?
Natürlich nicht.
Alle Geräte sind bereit um es nicht zu verpassen, wenn
die GPS Breite 00 anzeigen.
Geschafft!
Äquatortaufe -
zurück nach oben
Ruedi und Roger können sich aber nicht lange über
die Überquerung des Äquators freuen.
Sie werden von der Gendarmerie (Polizei) verhaftet, da sie
vor ihrer ersten Äquator-Überquerung Neptun nicht
um die entsprechende Erlaubnis gebeten hatten!
Zusammen mit Alex dem Küchengehilfen und Tanguey dem
Kadetten werden sie abgeführt.
Sofort übernimmt ein Verteidiger (einer der Offiziere)
die Verteidigung der Angeklagten.
Neptun (einer der Mechaniker) und seine Frau Amphritite
(Susi) warten am Bug bereits auf die Delinquenten.
Auch einige weitere Crewmitglieder haben sich verkleidet.
Die gesamte Mannschaft inklusive Kapitän sind anwesend
um die Rechtmässigkeit der Verhandlung zu begutachten.
Nur ein einziger Offizier schiebt Wache auf der Brücke,
aber alle haben ihre Funkgeräte dabei um sofort verfügbar
zu sein.
Marian kommt als letzter und bringt die notwendigen "Dinge":
Kokosfett, Eier, Schokoladencreme, Mehl .....
Der Verteidiger und der Henker diskutieren den Fall ...
Die Verurteilten haben das letzte Wort ...... aber auch
das bringt nichts.
Niemand ist wirklich an ihren Erklärungen interessiert,
alle wollen eine Bestrafung sehen.
Der Henker startet seine schmutzige Arbeit.
Tanguey ist sein beliebtestes "Objekt" und wird
zuerst bestraft.
Dann bekommt auch der Rest der Verurteilten ihren Anteil
an Kokosfett ab.
Der Henker bringt das nächste Folterwerkzeug zum Einsatz:
Der elektrische Haarschneider.
Du wirst mir wohl nicht etwa die Haare schneiden !?
Aber sicher werde ich!!
Armer Tanguey! Seine schönen langen Haare werden teilweise
abgehauen. Er lässt es aber einigermassen gelassen über
sich ergehen.
Dann bekommt auch Alex in seine Locken einige tiefe Löcher
geschnitten.
Der Rest der Mannschaft amüsiert sich köstlich.
Dann hat der Wind ein Einsehen mit den Verurteilten und
der Karton mit den Eiern fällt am Boden.
Schnell wird alles noch brauchbare zusammengekehrt und auf
die Köpfe der Verurteilten geschmiert.
Ein, hinter Ruedi's Brille verklemmtes Ei wird vorsichtig
entfernt.
Aber selbst nach dieser unglaublichen Behandlung stehen
die Verurteilten noch stramm da ...
Aber nicht mehr lange .....
Der Henker beschmiert Amphritites und Neptuns Füsse
mit Schokoladencreme .... Die Verurteilten werden diese von
deren Füssen küssen müssen!
Wie immer kommt Tanguey als erster dran.
Mutig schafft er auch diese Aufgabe ....
Als Ruedi an der Reihe ist, erteilt ihm Amphritite eine
spezielle Behandlung und schmiert ihm die braune Sauce um
Kopf und Hals.
Zum allgemeinen Amüsement der Mannschaft schmiert Ruedi
die Sauce nun um die Beine seiner Peinigerin (Rache ist süss!).
Roger ist da vorsichtiger und hält Amphritite's Beine
fest bevor er auf die Knie fällt um sie zu Küssen..
Danach wird der ganze Rest der Sauce auf den Angeklagten
"verteilt" ...
.. und das ganze mit Mehl abgedeckt!
Endlich ist die Peinigung vorbei und die Angeklagten werden
freigelassen.
Was für eine Riesenschweinerei!
Die Mannschaft hilft mit Tüchern und Wasser.
Als Abschluss der Tortur müssen alle in den Pool ......
inklusive Fett, Schokolade, Ei ....
Tangueys lange Haare müssen definitiv weg, da die reingeschnittenen
Löcher zu tief sind....
Am Abend gibt's ein super Barbecue im Heck des Schiffes
unter der untersten Reihe Container.
Neptun und Amphritite, der Henker und der Verteidiger nehmen
alle, wenn auch unerkannt, Teil am Fest.
Die Bowle ist stark und süffig ....
Marian (der Maître d'Hôtel) und Xavier (der
Koch) richten das Buffet.
Unter Anderem gibt es Fisch, Rind, Lamm, Backed Potatos,
verschiedene Salate und Gemüse sowie Apfelkuchen zum
Dessert.
Die Mannschaft wird instruiert wie die Spiesse herzustellen
sind.
Schon bald ist die Party in vollem Gang und man sieht einmal
mehr die gute Stimmung die an Bord herrscht.
Die Letzten hören wir um 2 Uhr früh "nach
Hause" gehen ..... |
|
Pazifik (S 3, W 110)
Heute ist ein sehr ruhiger Tag, fast keine Wellen, aber
es ist immer noch nicht viel wärmer, nur ca. 21° C.
Während der Nacht werden die Uhren auf GMT - 7 gestellt.
Wir haben einen weiteren arbeitsreichen Tag vor uns um all
die gemachten Photos zu klassifizieren und zu sortieren.
Susi ist froh, dass das Schiff weder rollt noch stampft.
Der Kapitän schlägt den morgigen Tag für
den durch uns Passagiere gesponserten Apéro vor, mit
welchem wir die Durchfahrt durch den Panamakanal und die Äquatortaufe
feiern möchten.
Also diskutieren wir mit dem Koch "das Menu" und
geben Marian (als Kellermeister) die Alkoholbestellung auf.
Ein super Sonnenuntergang beschliesst diesen friedlichen
Tag. |
|
Pazifik (S 6, W 117)
Der Himmel ist heute wolkenlos und das Thermometer beginnt
auf 23 - 26° C zu steigen..
Die Wellen haben kleine weisse Kronen.
Das Wetter ist perfekt um den Sonnenschein am Bug zu geniessen
....
.... oder um etwas auszuspannen (wir haben ja sonst immer
einen Riesenstress ;-) ).
Bei Sonnenuntergang fällt der Motor der "CMA CGM
Matisse" plötzlich aus, was die ganze Mannschaft
alarmiert.
Dadurch muss der geplante Apéro kurzfristig auf den
nächsten Tag verschoben werden. |
|
Pazifik (S 8, W 124)
Während der Nacht werden die Uhren auf GMT -8 zurückgestellt..
Da die Temperatur während der Nacht nicht stark fällt
gehen wir um 2 Uhr Morgens auf die Brücke um die Sterne
zu beobachten.
Wir sehen viele Sternschnuppen und bestimmen anhand der mitgenommenen
Sternkarte auch einige Sterne.
Nachdem wir herausgefunden haben, wie man so eine Sternkarte
braucht, sind wir recht stolz auf die erzielten Resultate.
Wir wachen auf zu einem sonnigen und bis 26° C warmen
Tag.
Obwohl die Wellen höher werden und das Schiff zu rollen
beginnt, entschliesst Bosco den Laufsteg zu reparieren.
Die Reparatur muss von "aussen" durchgeführt
werden.
Obwohl er angebunden ist, hoffen wir doch sehr, dass er nicht
ausschlipft und runterfällt.
Die Mannschaft beginnt das Schiff zu streichen - eine endlose
Aufgabe.
Am Mittag werden wir von Xavier erneut verwöhnt.
Am Nachmittag versuchen wir die inzwischen stärker
gewordenen Wellen zu photographieren, was sich als schier
unmöglich herausstellt. Die Kraft der Wellen kommt einfach
nicht richtig zur Geltung.
Es gibt verschiedene Methoden Wellen zu photographieren
....
Ein herrlicher Sonnenuntergang beschliesst einen weiteren
friedlichen Tag auf See.
Heute findet unser Apéro statt.
Xavier produziert wunderbare Apérohäppchen und
wir ruinieren unseren Appetit.
Wir verdonnern Roger dazu, eine kurze Ansprache zu halten
um dem Kapitän und der Crew für ihre liebenswerte
Art zu danken. Diese ermöglicht es uns, uns auf der "CMA
CGM Matisse" so richtig "zu Hause" zu fühlen.
Da wir schon mehrere Male darauf angesprochen wurden, versprechen
wir, jedem der Mannschaft, vor dem Ende unserer reise in
Fremantle, eine DVD mit den gemachten Photos zu geben.
An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an alle!
Unsere Reise wurde nicht zuletzt durch Eure liebevolle Art
und durch die Zeit welche Ihr Euch für uns genommen
habt zu einem wunderbaren Erlebnis.
Während der Nacht rollt das Schiff stark, aber wir
sind uns das bereits so gewohnt, dass wir trotzdem friedlich
schlafen. |
|
Pazifik, O/SO der Marquesas (S 11, W 132)
Heute ist es sonnig und komfortable 27 - 28° C warm.
Den ganzen Tag hindurch hat es starke Wellen und das Schiff
rollt bis 12 Grad.
Wir besichtigen mit Adrian (einem Offizier) das Innere des
Buges, da dort eine Pumpe repariert werden muss.
Während wir draussen warten kommt ein Matrose mit einem
Kessel vorbei.
Dieser dient den lokalen Mannschaften, welche während
der Durchfahrt von Kanälen und während dem Laden
und Entladen des Schiffes an Bord sind, als Pissoir.
Damit wird versucht, die Lokalen davon abzuhalten hinter
jeden verfügbaren Pfeiler des Schiffes zu pissen.
Die Reparaturmannschaft beginnt zu arbeiten und wir haben
genug Zeit, den Bug zu inspizieren und dumme Fragen zu stellen.
Natürlich werden wieder viele Photos geschossen und
es gibt wie immer viel zu lachen .....
Wir können sogar bis zu Bow-Thruster hinabsteigen und
diesen näher betrachten. Der Bow-Thruster ist eine Antriebs-Schraube
von ca. 2 m Durchmesser welche zum seitlichen Manövrieren
des Schiffes in Häfen verwendet wird.
Wie üblich machen wir unsere tägliche "Exkursion"
zum Bug und Heck des Schiffes und schauen den Wellen und
den fliegenden Fischen zu.
Braucht es da noch Worte? Nicht wirklich ....
Erstaunlich, dass die Sonnenuntergänge so friedlich
sein können und es dann während der Nacht so stark
rollt, dass man aus dem Bett zu fallen droht. |
|
Pazifik, südlich der Marquesas (S 14, W
140)
Während der Nacht schalten die Uhren auf GMT-9.
Am Morgen hat es immer noch starken Wind, aber es ist wieder
sonnig bei 25 - 26° C.
Wir kommen Tahiti immer näher und passieren die Marquesas.
Der Kapitän informiert, dass wir Morgen in Papeete nicht
werden einlaufen können, da kein Liegeplatz frei sei.
Wir werden vor Moorea einen Tag warten müssen und den
Tag mit fischen verbringen.
Die Nachtschicht bemerkt mittels Radar und Transponder,
dass weit vor uns die "Spring Tiger" fährt.
Sie fährt mit ca. 17 Knoten
Deren Mannschaft scheint uns auch bemerkt zu haben und erhöht
die Geschwindigkeit auf 18 Knoten, um nicht vor Tahiti von
der "CMA CGM Matisse" überholt zu werden.
Es liegt nun am Kapitän zu entscheiden, ob er durch
das Erhöhen unserer eigenen Geschwindigkeit ein Rennen
starten will.
Er entscheidet sich das Rennen aufzunehmen und wir erhöhen
unsere Geschwindigkeit auf ca. 20 Knoten.
Am Mittag überholen wir die "Spring Tiger"
und diese reduziert ihre Geschwindigkeit wieder auf 17 Knoten.
Um 15:20 fällt auf dem Schiff plötzlich der Strom
aus und der Motor stoppt.
Die "CMA CGM Matisse" dreht sich blitzartig in
den Wind.
Wir stürmen alle auf die Brücke um zu sehen was
passiert ist.
Der Kapitän ist sehr erfreut. Einer der zwei aktiven
Stromgeneratoren ist ausgefallen.
Der Elektriker muss schnellstmöglich einen Ersatzgenerator
zuschalten.
Wir warten auf der Brücke und sehen die "Spring
Tiger" wieder am Horizont auftauchen .....
Nach kurzer Zeit fliesst der Strom wieder.
Alle Aggregate werden umgeschaltet und der Motor wird wieder
gestartet.
Schon bald sind wir wieder auf Kurs und die "Spring
Tiger"
verschwindet wieder aus dem Sichtfeld.
Die Sonne geht, hinter einigen Wolken unter. Wundervoll. |
|
Pazifik, östlich von Tahiti (S 16, W 147)
Der Tag ist sonnig, die kleinen Wellen bringen das Schiff
kaum zum Rollen.
Die Temperatur erreicht schon früh am Morgen 27°
C.
Heute erreichen wir die ersten Inseln von Tahiti.
Sie können als feine Linien am Horizont ausgemacht werden.
Mit dem Feldstecher kann man auch einige Palmen und Häuser
sehen.
Roger gibt zu jeder Insel welche wir passieren Erklärungen
ab.
Der Kapitän informiert uns, dass wir, obwohl die "CMA
CGM Matisse" die "Spring Tiger" überholt
hat, 1 1/2 vor Tahiti warten müssen und erst dann in
den Hafen von Papeete einlaufen können.
Da unsere Reederei 1/2 der Hafengebühren zahlen müsste,
wenn die "Matisse" vor Papeete ankert beschliesst
der Kapitän das Schiff vor Moorea treiben zu lassen,
vom Schiff aus zu fischen und erst am nächsten Tag in
Papeete einzulaufen.
Auf dem Weg nach Moorea werden die Motoren unserer Rettungsboote
getestet.
Während wir durch die verschiedenen Inseln von Tahiti
fahren erklärt uns Alex ein spezielles Phänomen
dieser Region:
Wegen des sauberen Wassers stimmt die vom Echolot gemeldete
Fahrgeschwindigkeit nicht mit den richtigen Werten des Radars
überein.
Da heute für Roger der letzte volle Tag an Bord angebrochen
ist, hat Xavier für ihn eine Dessert-Überraschung
präpariert.
Die Eistorte wird in der Offiziersmesse, unserem Esssaal,
flambiert.
Ein letztes Mal vergleichen Roger und Ruedi ihre gemessenen
Positionen.
Bei Sonnenuntergang kontrolliert Adrian anhand des Magnetischen
Kompasses die Richtung zur Sonne und vergleicht diese mit
den Werten der elektronischen Instrumente.
Diese Arbeit ist am besten in dem Moment durchzuführen,
wenn die Sonne genau beim Untergang als letztes einen grünen
Strahl "sendet".
Diese Messungen werden alle 2 - 3 Tage durchgeführt
und werden zu kalibrieren der elektronischen Kompasse gebraucht.
Nach Mitternacht kommt die "Matisse" zwischen
beiden Inseln Tahiti und Moorea an.
Haifischköder werden ausgelegt.
Hoffentlich beisst im Morgengrauen während der Fütterungszeit
ein Fisch an. |
|
Tahiti
Die Uhren werden im Laufe der Nacht auf GTM -10 gestellt.
Früh am Morgen werden die Fangleinen geprüft,
aber bis jetzt hat nichts angebissen.
Es hat zwar immer noch ein paar Wolken am Himmel, aber
die Temperatur beträgt bereits 28° C.
Herrlich steigt die Sonne hinter Moorea auf.
Obwohl die Sonne scheint, hat es den ganzen Tag Wolken über
Teilen von Moorea.
Es ist eine tropische Insel und die Feuchtigkeit des Dschungels
reicht zur Wolkenbildung aus.
Wir finden per Mail heraus, dass Freunde von uns, welche
die letzten 3 1/2 Jahren den Amerikanischen Kontinent bereisten
zur Zeit ebenfalls in Moorea sind.
Da wir aber auf der Haupinsel Tahiti sind, und in ein paar
tagen gleichzeitig in Auckland sein werden, beschliessen
wir uns erst dort zu treffen. Die Welt ist klein geworden!
Am Montag wird gestrichen, am Dienstag wird gestrichen und
am Mittwoch wird gemalt .....
Da das Schiff normalerweise mit Schweröl betrieben
wird, ist nach einer gewissen Zeit alles auf Deck mit einer
Russschicht überzogen und muss gereinigt werden.
Die "CAM CGM Matisse" treibt nun zwischen Moorea
und Tahiti.
Zwischendurch muss das Schiff wieder neu positioniert werden.
Am Mittag endlich beisst ein ca. 1,5 m langer Hai an.
Wir stürmen alle ans Heck, aber der Hai hat sich unterdessen
selbst wieder befreit und ein weiterer beisst auch für
den Rest des Tages nicht mehr an.
Ob er wohl seine Kollegen gewarnt hat?
Nach 18 Uhr fahren wir Richtung Papeete.
Der Sonnenuntergang hinter Papeete ist herrlich. Man merke:
Papeete ist die einzige Insel, hinter welcher die Sonne
am Morgen auf und am Abend wieder untergeht :-))
Wir haben einen letzten Apéro mit Roger. Wir "verlieren"
hier einen guten Freund, wahrscheinlich für immer und
werden in vermissen.
Er wird die "CMA CGM Matisse" heute, nach 32 Tagen
verlassen.
Der Anlegeplatz in Papeete ist mitten in der Stadt.
Wir packen unsere PCs und gehen ins Zentrum um neue Reiseberichte
auf unsere Webpage zu laden..
Wir versuchen es in verschiedenen Intrenet-Kaffees, aber
die
Übertragungsgeschwindigkeit ist so lausig und die verlangten
Gebühren so unverschämt, dass wir aufgeben.
Obwohl wir in den letzten Tagen wie die Wilden an der Web-Page
gearbeitet hatten, wird der Update bis Auckland warten müssen.
Bei unserer Rückkehr aufs Schiff sehen wir auch warum
wir vor dem Einlaufen in den Hafen zu warten hatten.
Der Frachter hinter uns hat auf der Seite ein Leck und verliert
Öl.
Seit drei Tagen wird versucht, das Leck in der Bordwand zu
schliessen.
Da es im Hafen lediglich 2 Anlegestellen für Frachtschiffe
hat, generiert der defekte Frachter eine Warteschlange.
|
|
Tahiti
Am Morgen hängen immer noch ein paar vereinzelte Wolken
herum, aber die Temperatur ist beträgt bereits 28°
C und wird im Laufe des Tages noch weiter steigen.
Der Hafen von Papeete ist nicht gross.
Der Hafen der Kriegsmarine ist gleich "um die Ecke".
Die Tiefe des Hafenbeckens ist auch ziemlich Bescheiden.
Wir haben lediglich 2,2 m Wasser unter dem Kiel, und das
bei 200 m Länge. Nicht eben viel ....
Glücklicherweise entladen wir hier viele volle Container
und nehmen fast nur leere für Singapoore auf.
Die Überfahrt mit der Fähre von Papeete nach Moorea
dauert ca. 40 Minuten.
Viele Leute pendeln täglich hin und zurück.
In Papeete werden nebst mobilen, lokalen Kranen auch diejenigen
der Matisse zum Laden verwendet.
Die ganzen Lade- und Entladearbeiten werden von lokalen
Leuten durchgeführt.
In Tahiti geht alles etwas (etwas?) langsamer vor sich und
es braucht wesentlich mehr Leute für die gleichen Arbeiten
als anderswo.
Wir stellen fest, dass man hier im Vergleich zu Hamburg,
anstelle von einer Person, 8 Personen und anstelle von ungefähr
1 Minute und 15 Sekunden, 9 Minuten zum Laden eines Containers
braucht.
Das Arbeiten ist hier wesentlich gefährlicher als anderswo
und durch die Art wie gearbeitet wird entstehen wesentlich
mehr Schäden am Material.
Die Löhne sind hier aber auch nicht die gleichen wie
in Europa. Es sind zwei Welten, welche man eigentlich nicht
direkt vergleichen darf.
Trotzdem ist es amüsant dem Treiben zuzusehen.
Da jede Person nur eine spezifische Arbeit ausführt,
gibt es viel Zeit für Pausen ....
Einige sind Vorgesetzte ....
... einige verladen die Container ....
... Einige geben Instruktionen ....
... einige warten auf Instruktionen....
... Einige warte bis der nächste Container zu laden
ist....
... wieder andere machen nichts anderes als warten.....
Link
zu tahiti_loading.wmv
(Grösse 15'882 KB).
Bemerkung: Das Format ist .wmv, zum Abspielen wird der Windows
Media Player gebraucht.
Um 9 Uhr erscheint Roger mit einem Fahrzeug gleich neben
der "CMA CGM Matisse". Er hat einen Wagen gemietet
um uns "seine" Insel Papeete zeigen zu können.
Wir wundern uns, wie er es geschafft hat in den gesperrten
Teil des Hafens zu fahren, aber er meinte nur, man müsse
eben mit den Leuten reden ....
Erster Stop ist das der Stadtteil, von welchem aus man den
besten Blick auf den Hafen mit der Matisse hat.
Als nächstes fahren wir zum Aussichtspunkt Hotuarea,
direkt neben dem Flughafen. (Nein, die Piste ist nicht so
krumm, das Panorama-Bild stimmt nicht genau ....)
Hier scheint es niemand zu stören, direkt neben dem
Flughafen zu wohnen .... Es gibt aber auch nicht gleich viele
Starts und Landungen pro Tag wie bei uns.
In Tahiti heissen die lokalen Busse "trucks" (Lastwagen).
Heutzutage haben sie hier auch "normale" Busse,
aber die Leute bevorzugen die alten Trucks.
Am Strassenrand wird frische Kokosmilch verkauft.
Roger bringt uns nach "Marae", einem Platz wo
früher den Göttern Menschenopfer dargebracht wurden.
In Tahiti wachsen vorwiegend tropische Früchte und Pflanzen.
Lokal werden bevorzugt Mangos und Kokosnüsse angepflanzt.
Einige Chinesen haben begonnen eigentliche Farmen aufzubauen,
aber die meisten Früchte und Gemüse werden immer
noch von Übersee importiert..
In Tahiti wächst an vielen Zäunen eine Art Irisch-Moos.
Dies hier ist der Gartenzaun auf Rogers Grundstück.
Der Blick von Rogers Küche. Nicht von schlechten Eltern
....
Roger zeigt uns einige schöne Lagunen. Irgendwie verstehen
wir, warum es ihm hier so gut gefällt.
So wie er vor uns im Wasser steht und alles betrachtet,
spüren wir, dass er nach Hause gekommen ist ...... und
wir einen guten Freund verlieren .....
Erstaunlich, wie schnell man sich an die Anwesenheit von
jemandem gewöhnt .....
Er fährt mit uns, soweit möglich, rund um die Insel
und zeigt uns die verschiedenen "Gesichter" von
Tahiti.
Am Ende präsentiert er uns einen Blick von einem Hügel
östlich von Papeete mit Blick auf die Stadt.
Es ist eine sehr schöne Insel, aber die Bevölkerung
wird grosse Probleme bekommen sobald die Franzosen mit ihren
Zahlungen aufhören werden .....
Roger kommt ein letztes Mal an Bord um sich von der Mannschaft
zu verabschieden und er macht wie immer seine Spässe.
Er ist gar nicht erfreut, dass er sich als "Besucher"
und nicht als "Mannschafts-Mitglied" im Kontroll-Register
eintragen muss.
Doch die Regeln müssen befolgt werden, auch wenn er
nur 5 Minuten bleibt.
Die neue Passagierin ist bereits an Bord.
Sie ist lokaler Agent der Reederei in Tahiti und wird bis
Auckland mitfahren.
Da immer noch viel geladen wird, verschiebt der Kapitän
die Ausfahrt um eine Stunde.
Das gibt uns Zeit den Hafen etwas näher zu betrachten.
Eine Privatyacht steht da, welche früher ein Kriegsschiff
war.
Sie gehört einem reichen Amerikaner der im Zeitungs-Verlagswesen
tätig ist.
Mit an Deck ist eine mittelgrosse Segelyacht sowie ein Helikopter.
Der Preis beträgt ca. 12 Millionen USD .... Einige haben's,
andere eben nicht ..... aber wir sind trotzdem glücklich
.....
Das Schiff hinter uns ist immer noch nicht repariert.
Um 17:45 stoppt der Kapitän das Laden obwohl noch einige
leere Container bereit stehen.
Die Mannschaft macht sich zum Auslaufen bereit und der Lotse
kommt an Bord.
So wie wir auslaufen kommt die "Spring Tiger" in
den Hafen um dort unseren Platz einzunehmen.
Einmal mehr ...... schöööön!
Wir müssen noch etwas warten, da ein Flugzeug zur Landung
auf dem Flughafen ansetzt und damit unseren Weg aus dem Hafen
kreuzt.
Schlussendlich ist der Weg frei .....
.... und wir auf dem Weg nach Auckland. |
|
Pazifik, (S 23, W 157)
Uns erwartet ein sonniger Morgen, es ist aber nur 25°
C warm. später beginnt es sogar leicht zu regnen und
auch die Temperatur fällt ein wenig.
Die Mannschaft versorgt die Container-Befestigungselemente
(Lashings), welche die Haitianer nicht brauchten. Da Sturm
angesagt ist, muss alles sauber verräumt werden.
Da Sturm angesagt ist, muss alles sauber verräumt werden.
"Neptun" kommt in unseren Salon um den Fernseher
besser zu fixieren.
Man will nichts riskieren bei den Stürme welche bis
Perth zu erwarten sind. |
|
Pazifik (S 27, W 164)
Über nacht schalten wir auf GTM -11.
Der Morgen ist immer noch sonnig und mit 25° C recht
warm.
Wir nehmen die Gelegenheit war und schalten einen letzten
Waschtag ein bevor es womöglich ungemütlich wird.
Aber ein paar Regenschauern ist alles was wir erleben, kein
Sturm, keine Wellen, nur ruhige See.
|
|
Pazifik (S 31 W 172)
Der morgen ist Sonnig, es hat kleine Wellen und die Temperatur
sinkt auf 20° C.
Die Mannschaft flickt verschiedene Kleinigkeiten. Ebenso
ist eine weitere Runde malen angesagt .....
|
Sonntag 22. Oktober 2005
Wegen dem überfahren der Datumsgrenze, hat dieser Tag
nicht stattgefunden, resp. endet um 15:30 GMT - 12 ;-). |
|
Pazifik, (S 27, W 164)
Während der Nacht erhöht sich die Dünung
auf 3 m und die überlagerten Wellen auf 2,5 - 4 m.
Das Schiff stampft und rollt, was das Schlafen etwas ungemütlich
macht.
Aber die Wellen werden im Laufe des Tages kleiner und eine
kleine Siesta löst obiges Problem.
Obwohl die Sonne scheint ist es nur 15° C warm.
Um ca. 15:30 überqueren wir die Datumsgrenze bei Breite
S 34, Länge O 180.
Vor dem Nachtessen feiert Tanguey der Kadett noch seinen
22-ten Geburtstag mit einem Apéro.
Wieder wird Punsch serviert, aber diesmal mit einem Mischungsverhältnis
von einem Teil Saft und einem Teil Rum.
Hat viel punch, der Punsch!
Dank der immer kleiner werdenden Wellen, kann das Finale
des Tischtennis Tourniers heute abgehalten werden.
Gewonnen wird es von Marian, dem Maître d'Hôtel.
Die Spielqualität der beiden Finalisten war auf sehr
hohem Niveau.
|
|
Auckland
Wir erreichen Auckland an einem sonnigen aber kalten Morgen
(nur 11° C).
Bevor wir an unseren Anlegeplatz kommen muss eine lange
Einfahrt durchfahren werden.
Viele kleine Fischerboote fahren an uns vorbei während
dem wir dem Hafen entgegen fahren.
Obwohl es bereits 7 Uhr Morgens ist, hat es kaum Verkehr
auf den Strassen und Brücken rund um den Hafen.
Später finden wir raus, dass heute Feiertag ist. Thanksgiving
.....
Der Containerhafen befindet sich nur ca. 20 Gehminuten vom
Stadtzentrum entfernt.
Wegen des Feiertages ist im Hafen nicht viel los und wir
können uns relativ frei bewegen.
Einmal mehr packen wir unsere PCs, marschieren in die Stadt
und versuchen ein Iinternet-Kaffee zu finden um unseren Update
der Webpage hochzuladen, sowie um alle PCs mit den neuesten
Programm-Updates zu laden.
Diesmal haben wir Glück und finden sehr schnelle Verbindungen.
Nach etwa 2 Stunden sind wir fertig und bereit die Stadt
zu erforschen.
Auckland ist eine nette kleine Stadt mit interessanten Gebäuden
und vielen verrückten Fahrzeugen (und Fahrern) ....
Wir entscheiden uns den Observation Tower zu besuchen.
Diejenigen, die Lust haben, können, geführt an
zwei Leitseilen, von der obersten Plattform am Gummi-Seil
auf eine untere Plattform runterspringen.
Als wir auf dem Observation-Deck sind erscheint vor dem Fenster
ein Mann, an zwei Seilen hängend.
Er wird in der Lage stabilisiert, um gleich darauf fallengelassen
zu werden. Seinem Gesichtsausdruck nach zu Urteilen, war
er nicht sehr begeistert .....
Und dann geht's schon ab in die Tiefe.
Wir stellen fest, dass dies nichts für unsere Nerven
wäre.
Die "CMA CGM Matisse" vom Turm her gesehen ....
Aussichten vom Turm....
Auch die Dächer unterhalb des Turmes sind teilweise
sehr interessant anzusehen.
Der Glassboden ist nichts für Susi, aber Ruedi findet
es interessant mit der Optik zu spielen.
Schliesslich treffen wir noch unsere Freunde Esther and
Petr (www.estherundpetr.ch), welche schon 3 1/2 Jahre im
Landy unterwegs sind und geniessen ein feudales, fantastisches
Nachtessen im "Cin Cin".
Wir haben natürlich viel zu erzählen und auch Pläne
zu besprechen, da wir uns wenn wir alle in Australien sind
treffen wollen, um vielleicht einige Touren zusammen zu unternehmen.
Später in der Nacht ist es Zeit Auckland zu verlassen
und Kurs auf Numea in Neu Kaledonien zu nehmen. |
No liability for timeliness, integrity
and correctness of this document is accepted.
Last updated:
Saturday, 12.06.2010 4:19 PM
|
top
-
home
-
<< Vorhergehender
Tagebuch Teil <<
-
>> Nächster Tagebuch
Teil >>
|