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Bei OKA wird fleissig an der Fahrerkabine gewerkelt.
Obschon die Kabinen nun endgültig montiert
werden kann wird es noch ein langer Weg sein,
bis das Fahrzeug fahrbereit ist ....
Unser Agent war erfolgreich und hat den Koffer
als "Kabine" durchgebracht.
Nur hat nun die Quarantäne keine Zeit und
wir verlieren wieder 3 Arbeitstage.
Wir werden den Koffer erst am Freitag , den 10.
Februar, bei OKA haben.
Gemäss Plan soll am Freitag der Quarantänebeamte
um 9 Uhr morgens beim Zollfreilager sein.
Eine Quarantäneinspektion könne bis
zu 4 Stunden dauern hat man uns gewarnt ....
Die Alu-Star Leute werden so gegen 12:30 auch
kommen und den Koffer bereit machen zum Aufladen.
Um 1 Uhr soll dann der Laster kommen, um den Koffer
nach Bibra Lake zu OKA zu transportieren.
Auf 3 Uhr ist der Kran zum Abladen bestellt.
Ruedi und Susi sind schweizerisch-pünktlich
schon vor 9 Uhr beim Zollfreilager und bereiten
alles vor.
Sie warten und warten und warten ....
Um 9:30 geht Susi im Büro nachfragen, ob
wir was falsch verstanden hätten.
Die Quarantäne-Behörde wird angerufen
und die sind völlig überrascht, dass
der Beamte nicht bei uns sei.
Sie rufen dann zurück und melden, dass der
Beamte unentschuldigt der Arbeit ferngeblieben
sei, was nicht seine Art sei und dass sie einen
anderen Beamten schicken werden.
Das ist nicht ganz einfach an einem Freitag ...
Doch um 10 Uhr kommt ein Beamter, anscheinend
der Vorgesetzte des nicht erschienen Beamten und
entschuldigt sich für die Verspätung.
Er prüft ein paar ganz spezifische Sachen
wie die Gangschaltung der hinteren Räder
der Fahrräder, die Sohlen der Schuhe, bei
der Schaufel die Hinterseite des Stiels, wo er
an das Blatt befestigt ist, etc.
Er ist sehr zufrieden mit dem Befund und gibt
uns nach nur 20 Minuten das "ok".
Was für ein Glück! Wir können es
fast nicht glauben.
Um 1 Uhr sind die Leute von Alu-Star mit den
Vorbereitungen fertig und alles ist bereit für
den Transport.
Wir warten und warten und warten .....
Kurz vor 2 Uhr kommt ein Laster und auch gleich
der grosse Gabelstapler.

Da aus dem Koffer diverse Rohre hervorschauen
kriecht Alex wieder auf dem Boden herum, um sicher
zu stellen, dass die Rohre nicht von den Gabeln
des Staplers abgedrückt werden.
Alles geht gut und der Koffer ist auf dem Lastwagen
vertäut und wird davon gefahren.
Der Lastwagen, der Kran und wir kommen praktisch
zur selben Zeit bei OKA an.
Da unser Chassis noch nicht fertig ist haben
sie ein leeres Chassis nach draussen gerollt um
den Koffer aufzunehmen.
So können wir den Koffer dann in die Halle
rollen.
Als erstes muss das Dachzelt entfernt und die
Halterung dafür entfernt werden.

Dann hebt der Kran ganz vorsichtig den Koffer
und setzt ihn auf das Chassis.

Der vollgeladene Koffer ist etwas schwerer als
von den OKA-Leuten erwartet und die Pneus müssen
erst mal richtig gepumpt werden.
Allan stösst mit dem Gabelstapler das Chassis
in die Halle. Das Tor reicht gerade so, viel Platz
bleibt nicht übrig ....
Wir sind froh diesen Schritt geschafft zu haben.
Am Abend kommt nämlich der 3. Mann der
Alu-Star Mannschaft, Thomas Kreutziger, an.
(
hier
klicken um auf seine home page zu gelangen
)
Er hat seinen Reise in Afrika unterbrochen,
um uns helfen zu kommen.
Nun ist die Alu-Star Mannschaft vollständig
und die Arbeit kann fertig gemacht werden.
Wir werden nur etwas helfen können, Ruedi
wird der "Gang-go" (= Laufjunge) sein
und Susi wird sich um das leibliche Wohl der ganzen
Mannschaft kümmern.
Am Samstag legen die Jungs dann richtig los.

Als erstes wird der Koffer entladen und alles
in "unser" Büro gelegt.
Der Koffer wird ab dem Chassis gehoben und auf
Böcke gestellt, damit darunter gearbeitet
werden kann.
Als nächstes wird der Rahmen, der beim Transport
im Container den Koffer festhielt, vom Koffer
gelöst.
Es ist die Absicht den Rahmen nun als Zwischenrahmen
zu verwenden um den Koffer auf dem Chassis festzuhalten.
Weil das Chassis in Deutschland nicht zur Verfügung
stand, musste Alu-Star den Rahmen gemäss
den von OKA gelieferten CAD-Zeichnungen anfertigen.

Um die Masse zu überprüfen wird der
Rahmen auf das Chassis gelegt.
Zu unserer Erleichterung passt er genau.
Viele Sachen werden zwischen dem Koffer und dem
Chassis / der Fahrerkabine verbunden werden (z.B.
hydraulische Leitungen für die Winde, Wasserleitungen
für die Bodenheizung, Kabel, der Notdurchstieg,
Klimaanlage, u.s.w.)
Weil das Chassis nicht fertig ist kann der Koffer
nicht darauf gestellt werden, um zu sehen, ob
alles passt.
Eine der wichtigsten Aufgaben ist nun alle Masse
zu kontrollieren.
Dies ist keine einfache Aufgabe, da man alle Teile,
welche zusammengesetzt werden, in Betracht ziehen
muss.
Als Beispiel die Ausstiegstreppe
- die Treppe ist am Koffer angemacht
- der Koffer hat beim Einstieg 4 Ausläufe
der Duschentasse, welche unten aus dem Koffer
ragen
- der Zwischenrahmen geht auch genau unter dem
Einstieg durch
- am und unter dem Zwischenrahmen hat es Leitungen
und Kabel
- am Chassis unter dem Zwischenrahmen, genau unter
dem Einstieg, ist der Dieseltank angebracht
Es braucht eine gute Fantasie und ein 3D-Denken,
um bei diese Komplexität entscheiden zu können,
ob die Masse stimmen und man weiter arbeiten kann.
Die Wahrheit wird man erst erfahren, wenn der
Koffer dann wirklich aufgesetzt wird.
Eine Lösung, um die Ersatzreifen auf den
Radhalten hieven zu können ist auch gefragt.
Ein Rad wiegt je nach dem gewählten Felgen
mindestens 77 kg.
Es wird entschieden einen Kran zu bauen und dann
mit einem kleinen Kettenzug alles anzuheben.

Der Zwischenrahmen ist fertig für die Verzinkerei.
Er wiegt 190 kg und alle müssen helfen beim
Aufladen.
Alex beginnt mit der Installation des 220 V elektrisch
Anschluss als Murphy wieder zuschlägt ....
Beim Bohren des Lochs für die Steckdose läuft
plötzlich eine gelb-grünliche Flüssigkeit
aus dem Boden des Koffers aus.
Das kann fast nur die Flüssigkeit der Bodenheizung
sein ... das sieht doch fast nach einem Leck aus
aber wo ist es?
Alex und Thomas untersuchen alles und kommen zum
Schluss, dass jemand nach dem Abdrucken der Bodenheizung
ein Loch in eines der Rohre gebohrt haben muss.
Alex ist völlig gestresst, da er weiss, wie
schwer es ist ein solches Loch zu finden. Es wurden
viele Löcher gebohrt, als die Möbel
mit Schrauben am Boden befestigt wurden.
Er erinnert sich, dass er beim einpassen der Batterien
einmal ein komisches Gefühl gehabt hat und
mit Bohren aufgehört hat.
Also werden die Batterien aus dem Fach gehoben
(80 kg je ...) und der Boden herausgerissen. Aber
hier finden sie kein Loch ...
Als nächstes wird die Bank überprüft.
Nachdem der Linoleum entfernt ist finden sie rasch
den Schaden.
Eines der Rohre hat wie erwartet ein kleines Loch.
Nachdem das Loch zugelötet ist und das System
wieder unter Druck ist, ist sicher, dass dies
das einzige Loch war und wieder alles dicht ist.
Diese 2 Tage in seinem Arbeitsleben wird Alex
nicht so schnell vergessen.
Die Abende im Haus verbringen wir mit reden und
es wird viel gelacht.
Mitte Februar sind die Hauptschweissarbeiten
fertig und Manfred fliegt zurück nach Deutschland.
Die zusammenschraubbaren Felgen werden geliefert
aber Murphy funkt wieder dazwischen.
Beim Überprüfen der Felgen stellen Linden
und Arthur fest, dass die Löcher für
die Ventile falsch gebohrt wurden und daher die
Ventile zu nahe an den Bremsbacken sind.
Die Felgen werden zurück geschickt ....
Der Zwischenrahmen ist vom Verzinken zurück.
Er wird nochmals auf dem Chassis auf Passgenauigkeit
geprüft und nach ein paar Schlägen mit
dem Hammer passt er genau.
Da OKA aber immer noch an der Fahrerkabine rumwerkelt
muss der Zwischenrahmen wieder entfernt werden.

Endlich ist OKA so weit, dass der Motor das erste
Mal angelassen werden kann.
Alles geht gut und das Chassis wird auf die Hebebühne
gefahren, um die hydraulischen Arbeiten zu beendigen.
Arthur verspricht, dass wir das Chassis spätestens
Ende Woche zur Verfügung haben werden, um
den Koffer aufsetzten zu können.
Das reicht gerade noch, da Alex am Montag nach
Deutschland abfliegen muss.
Ein paar Tage später wird die Kabine definitiv
aufgesetzt.
Alex entscheidet, dass der Zwischenrahmen nochmals
temporär aufgesetzt wird und das Chassis
unter den Koffer gerollt wird um zu schauen, ob
wirklich alles passt.
Und Murphy ist schon wieder allgegenwärtig,
dieses Mal erwischt es das Alu-Star Team.
2 der 4 Wasserabläufe der Dusche sind um
2 cm falsch und genau über dem Zwischenrahmen,
wo die Treppe befestigt werden soll.
Der Rahmen muss nochmals angepasst werden, obwohl
er schon fertig verzinkt ist.
Tja, das ist der Unterschied zwischen Theorie
und der Realität .....

Susi hat sich im Büro eingerichtet und ist
die Mückengitter am fertig stellen.
Auch Halterungen für die Raffrollos werden
noch gemacht, damit sie beim fahren nicht schaukeln.
Der Koffer muss an der Frontseite noch mit der
OKA-Farbe gespritzt werden, bevor er mit dem Chassis
verbunden wird.
Auch die Fliegentüre und die Innenseite der
Fensterklappen müssen noch gespritzt werden.
Dafür muss alles mit Papier und Klebstreifen
sorgfältig abgedeckt werden.
An jenem Tag erreicht die Temperatur in Perth
40° C.
Irgendwann hören wir auf zu zählen,
wie viele Flaschen Wasser wir schon getrunken
haben .....
Nach dem Spritzen wird der Zwischenrahmen definitiv
mit dem Koffer verbunden.
Erst wird Sika auf den Rahmen gegeben und dann
wird der Koffer und der Rahmen zusammen geschraubt.
Die Arbeit an der Treppe geht weiter. Da sie
um die Dieseltanks herum ausfährt wird man
erst wenn der Koffer auf dem Chassis aufgesetzt
ist wissen, ob es wirklich funktioniert.
Mehr und mehr Arbeit muss herausgeschoben werden,
weil das Chassis nicht fertig ist.
Am Mittwoch, 22. Februar, ist es endlich so weit,
der OKA wird zum ersten Mal gefahren.
Linden und Arthur sind sich einig: er fährt
sich sehr schön.
Arthur geht das Chassis noch rasch wägen.
Das Gewicht liegt bei 3,54 t, da sind mindestens
250 kg mehr als erwartet.
Da aber bereits diverse unserer Extras montiert
sind ist es schwer zu sagen, ob wir mit dem Gewicht
ein Problem haben werden oder nicht.
Aber bei der Probefahrt merken sie auch, dass
was mit der Elektronik nicht stimmt.
Das heisst, dass sie den OKA wieder vertrennen
müssen.
Dies kommt für uns als Schock.
Es heisst, dass wir nun den Koffer definitiv nicht
mehr aufsetzten werden können, bevor Alex
abfliegt.
Da Alex seinen Heimflug nicht verzögern kann
bleibt uns nun nur noch Thomas, um all die ausstehenden
Arbeiten zu machen.
Hinzu kommt noch, dass Susi und Ruedi am 1. April
ins Queensland am 80. Geburtstag von Susis Vater
sein müssen.
Mit dieser zusätzlichen Verspätung wird
das Auto für die Überfahrt nicht bereit
sein.
OKA erklärt sich bereit für die Retourflüge
aufzukommen.
Hektisch wird weiter gearbeitet, um so viel Arbeit
wie möglich fertig zu stellen, bevor Alex
abfliegt.
Aber die Liste der Arbeiten für Thomas ist
lang und beinhaltet Sachen, für welche eigentlich
Alex nach Australien geflogen wurde.
Thomas und Ruedi werden in die Arbeiten eingeführt,
da sie ja alles alleine machen werden müssen.
Schweren Herzens fliegt Alex am Montag ab. Es
fällt ihm schwer sein "Baby" in
einem solchen Zustand zurück zu lassen.
Thomas und Ruedi machen alleine weiter.
Die Fliegengitter für die Dachluken werden
gebaut.
Am Freitag dem 3. März ist das Chassis endlich
so weit fertig, dass der Koffer aufgesetzt werden
kann.
Metallräder sind hinten montiert worden,
um es einfacher zu machen das Chassis unter den
Koffer zu fahren.

Der Koffer wird vorn vom Kran hochgehoben.
Hinten ist Don mit dem Gabelstapler bereit gegenzuhalten,
falls es nötig sein sollte.
Langsam fährt Linden das Chassis rückwärts
unter den Koffer.
Das ist das erste Mal, wo Chassis, Zwischenrahmen
und Koffer aufeinander kommen.

Erstaunlicherweise pass alles zusammen. Sogar
der Notdurchstieg in die Fahrerkabine ist an der
richtigen Stelle.
Das Resultat ist nicht schlecht wenn man bedenkt,
dass alle Löcher und Halterungen auf Grund
von berechneten Positionen und nicht am eigentlichen
Objekt gemacht wurden.
Das Chassis wird nochmals nach vorn gerollt,
um die Isolation zwischen dem Koffer und dem Fahrerhaus
anzubringen.

Nun wird das Chassis wieder retour geschoben
und der Koffer abgesenkt.

Der hintere Teil des Chassis steht nicht genau
am richtigen Ort.
Thomas wuchtet es mit einer Stange etwas rüber
und nun passen die Schrauben in die Löcher.
Alle helfen mit. Sogar Arthur, der CEO von OKA,
kriecht unter dem Wagen herum ....
Auf der anderen Seite passen die Schrauben wieder
nicht in die Löcher.
Linden versucht sich mit der selben Taktik wie
vorher Thomas ... und nun passt es!
Die Haltegurten werden entfernt und der Koffer
auf das Chassis gesenkt.
Sika wird überall reingeschmiert bevor der
Koffer und das Fahrerhaus zusammengeschraubt werden.
Das macht alles sehr stabil aber ein späteres
Auftrennen wird sehr schwer sein.
Der OKA ist gut ausbalanciert und allen gefällt
das Gesamtbild des Koffers auf dem Chassis.
Zufrieden geht die OKA-Mannschaft heim für
das Wochenende.
Wir gehen Feiern.
Zusammen mit Hanna und Drews, Kollegen von Thomas
aus Deutschland, gehen wir zu "Han's"
zum Essen.
Nun können wir mit der Montage der vorbereiteten
Teile beginnen.
Der Ersatzradhalter ist montiert.
Am Kran, welcher zum Heben der Pneus und des Halters
benutzt wird, wird die Rückfahrkamera montiert.

Der Dachträger wird auch montiert.
James muss Ruedi etwas mit der Bedienung des Krans
helfen. Man kann nicht alles können ....
Dann wird der Koffer gespritzt.
Dieses Mal wird der OKA in der Spritzkabine gespritzt.
Der OKA ist 3,08 m hoch und die Türe der
Kabine 3,20 m. Viel Platz bleibt da nicht übrig
....
Wieder muss alles abgedeckt werden.
Zum Glück können wir dieses Mal mit
grossen Plastikstücken arbeiten. Aber es
ist immer noch viel Arbeit.
Ruedi muss noch alle zu spritzenden Stellen anschleifen,
damit die Farbe daran hält.
Wegen dem Staub müssen wir beide Staubmasken
tragen.
Es ist wieder sehr heiss in der Kammer ... das
gibt eine richtige kleine Gesichtssauna ....
Jason braucht dann mehr als 3 Stunden um alles
zu spritzen.
An diesem Tag gehen wir spät und sehr müde
nach Hause.
Am nächsten Tag ist die Farbe trocken und
die Abdeckung kann entfernt werden.
Der Wagen sieht sehr gut aus.
Die Räder werden auf die richtigen Felgen
aufgezogen, um die Funktionalität des Ersatzradhalters
zu prüfen.
Auch dies funktioniert!
Arthur möchte, dass Ruedi den OKA so oft
wie möglich fährt.
Damit wir durch die Versicherung von OKA gedeckt
sind, wird Ruedi als "Testfahrer" angestellt.
Nun hat alles seine Richtigkeit.
Nach der ersten Fahr nach Hause und zurück
in die Fabrik sehen wir, dass unten Flüssigkeiten
raustropfen.
Ist es Bodenheizungsflüssigkeit oder Hydraulik-Öl?
Der OKA wird gereinigt und Karton zwischen die
Getriebe geklebt, um genau zu sehen, woher die
Flüssigkeit kommt.
Am nächsten Tag ist es klar, die Flüssigkeit
kommt aus dem Getriebe.
Wir stellen auch fest, dass die Druckluft nach
ein paar Stunden verloren geht.
Wir machen mit OKA ab, dass sie mit der Behebung
dieser Sachen warten damit Thomas seine Arbeit
fertig machen kann.
Wenn alles fertig ist werden wir OKA den Wagen
für ein paar Tage geben, damit sie ungehindert
daran arbeiten können.
Nachdem alle Verbindungslöcher zwischen
der Fahrerkabine und dem Koffer fertig gestellt
sind und die Kabel eingezogen sind, werden die
Batterien wieder eingebaut.
Da jede 80 kg wiegt nehmen wir dieses Mal den
Gabelstapler.
Nun ist mehr oder weniger alles angeschraubt
und der OKA so weit bereit, dass er gewogen werden
kann.
Ruedi und Arthur fahren zur Brückenwaage.
Als sie zurück kommen ist Ruedi sehr bleich
.... der Wagen wiegt 6,4 Tonnen und wir haben noch
nichts geladen.
Das heisst, dass wir ungefähr 600 kg über
dem Gewicht sind, dass wir erwartet hatten. Das
heisst auch, dass wir schwerer als das von OKA
garantierte max. Gewicht von 6,5 Tonnen sind.
Nun haben wir echt ein Problem!
Viele Ideen werden durchdiskutiert wie z.B. das
Entfernen des Ersatzradhalters, das Auflasten
des Wagens, extra Federblätter einlegen (bringt
auch wieder Gewicht!), usw.
Arthur telefoniert herum und besorgt uns Kontakte
zu Spezialisten, die den Wagen auflasten können.
Wir kontaktieren einen und dieser meint, eine
7,2 Tonnen Auflastung könne er machen.
Wir sind beruhigt und fahren mit unserer Arbeit
weiter.
Inzwischen sind sie bei OKA so weit, dass der
Lärmemissionstest gemacht werden kann. Es
ist der letzte Test der noch gemacht werden muss,
bevor die Typenprüfung abgeschlossen ist.
Die Regeln wurden in der Zwischenzeit geändert
und sind nun einiges strikter als früher.
Arthur und Linden sind aber überzeugt, dass
sie mit dem neuen Cummings-Motor, der viel leiser
ist als der frühere Perkins-Motor, keine
Probleme haben werden.
Aber sie bestehen den Test nicht! Die Richtlinie
schreibt ein Maximum von 81 db vor und sie haben
86 db, was praktisch auf eine doppelte Lautstärke
herauskommt.
OKA und der Hehrsteller des Auspuffs beginnen
mit dem Ausarbeiten einer Lösung.
Wir haben inzwischen zum Schluss gekommen, dass
der Ersatzradhalter wieder entfernt werden muss.
Sollte Thomas noch genügend Zeit haben, bevor
er nach Afrika zurück fliegt, wird er es
machen.
Sonst wir und Ade, ein Angestellter von OKA, in
seiner Freizeit helfen.
Es ist noch viel zu machen und je näher
die Abreise von Thomas kommt, umso hektischer
wird es.
Eine der grossen Arbeiten ist die Inbetriebnahme
der Bodenheizung und des Wassersystems.
Die Zeit reicht für die grossen Arbeiten,
aber für das Abtrennen des Radhalters reicht
es nicht mehr.
Thomas reist ab und nun sind wir auf uns alleine
gestellt.
Zum ersten Mal, seit wir die Schweiz am 15. Januar
verlassen haben, haben wir ein paar Momente Zeit
um tief Luft zu nehmen und zu überlegen,
was wir als nächstes machen werden.
Die gesamte Elektrischinstallation im Innern der
Fahrkabine ist noch zu machen, im Innern des Koffers
gibt es noch ein paar Arbeiten und die Ladung
muss eingeräumt werden.
Wir entscheiden uns eine kleine Pause zu machen
und erst mal nach Queensland an das Geburtstagsfest
von Susis Vater zu reisen. Nachher werden wir
wieder frisch sein und die Arbeit wieder aufnehmen.
Der Wagen wird OKA übergeben damit sie den
Auspuff und ein paar andere Sachen abändern
können.
Nach unserer Pause finden wir heraus, dass das
Auto immer noch bei der Auspufffirma ist und auch
für den Rest der Woche dort bleiben wird.
So bleiben wir im Haus und fangen an unsere Papiere,
Prospekte und Bücher durchzuschauen und suchen
nach einer guten Lösung, die ganzen Daten
benützerfreundlich zu speichern, so dass
wir sie auch wieder finden, wenn wir durch das
entsprechende Gebiet reisen!
Es gibt so viele Bücher über Australien
....

In der Woche vor Ostern ist der Wagen wieder
zu unserer Verfügung und Ruedi macht mit
seiner Elektrischinstallation weiter.
Susi versucht sich mit dem Einräumen der
Kästchen.
Das Ziel ist es alles, was wir auf unsere Reise
mitnehmen wollen, bis am Dienstag nach Ostern
im Wagen verladen zu haben, um das Totalgewicht
von Fahrzeug und Ladung bestimmen zu können.
Ein neuer Lärmtest ist auf den Donnerstag
vor Ostern geplant, wird dann aber auf den Dienstag
nach Ostern umdisponiert.
Am Dienstag nach Ostern gehen wir den OKA wägen.
7,46 Tonnen ..... hmmmm ... etwas schwer ....
Nun sind auch die letzten Hoffnungen, dass wir
den Ersatzradhalter nicht entfernen müssen,
entgültig gestorben.
Wir fahren zu OKA und übergeben Linden den
Wagen für den Lärmtest.
Der Test beginnt und wieder schlägt Murphy
zu: die Messmaschine geht kaputt!
Was für ein Tag! Wir wären besser im
Bett geblieben!
Wir sind so frustriert und wissen aber genau,
dass wir nichts machen können.
Arthur rennt herum und bringt die Maschine zur
Reparatur. Der Termin für den nächsten
Test ist nun Mittwoch.
Und dieses Mal geht alles problemlos über
die Bühne, sie bestehen den Test mit 80,6
db!
Endlich! Ein Stossseufzer geht durch die ganze
Fabrik.
Nun werden die Papiere nach Canberra geschickt.
Das Erstellen der Papiere kann aber zwischen 2
und 8 Wochen dauern ... mit unserem Glück
wird das sicher 8 Wochen werden ....
Am Donnerstag nach Dienstschluss legen wir los
mit der Entfernung des Radträgers.
Es ist schon Schade dieses super Ding entfernen
zu müssen, aber es ist die schnellste Art
108 kg los zu werden.

Ade beginnt mit dem Winkelschleifer aber stellt
bald fest, dass die Arbeit von Thomas und Manfred
nur mit dem Schweissbrenner rückgängig
gemacht werden kann.
Der Träger wurde schliesslich gebaut, um
2 x 90 kg Räder für viele Jahre über
Schotterpisten zu tragen .....

Ruedi versucht zu helfen aber Ade mag Ruedi's
"sichere" Arbeitskleidung nicht und
entscheidet die Arbeit selber zu machen.
Nach einer Nachbehandlung mit dem Vorschlaghammer
sind die Stützen endlich weg.
Der Originalrahmen ist noch vollständig erhalten
und sieht nach dem Abschleifen aus wie neu.
Noch etwas Farbe und dann ist der Job fertig.
Mit dem Zubehör, dass wir entladen haben
(vor allem das Bergematerial, das schon sehr schwer
ist) sollte der OKA nun 7,17 Tonnen schwer sein.
Für die Auflastung des Fahrzeugs, installiert
eine externe Firma auf den vorhandenen Blattfedern
zusätzliche Luftfederbälge. Auch die
orginal Stossdämpfer werden durch stärkere
esetzt.
Da die Änderungen müssen offiziell abgenommen
werden müssen, werden zusätzliche bremstests
angeordnet.
Weil der OKA bis zur Lizenzierung nur mit einer
Händlernummer gefahren werden darf, wird
Ruedi kurzerhand bei OKA als Testfahrer angestellt.
Eine Woche lang testen wir den Camper in der Umgebung
von Kalbarri.
Wir testen Winde, Sandanker und Sandblecher im
weichen Sand am Strand.
Der Sandanker ist gross genug um den OKA aus dem
Sand zu ziehen.
Auch dei Sandbleche verrichten ihren Job, sollten
aber nur znter den hinteren Rädern gebraucht
werden, da die Gefahr besteht, dass es die vorderen
beim wegfahren unter dem Wagen verkeilt und diesen
beschädigt.

Einen Tag später sitzen wir unabsichtlich
in einem Flussbett fest, schaffen es aber mit
ein wenig schaufeln und Luft ablassen uns selber
wieder zu befreien.
Das beruhigt uns ein wenig, da wir zur Zeit noch
schmale Reifen montiert haben (285/70 R19.5).
Diese werden noch durch breitere (305/70 R19.5)
ausgetauscht werden. Auch werden diese "Bead Locks" haben, welche es erlauben den Luftdruck
in den Reifen wesentlich stärker zu reduzieren.
Am Tag darauf gehen wir zusammen mit einem Freund
von uns auf eine Plauschfahrt, wir im OKA und
er in seinem Patrol. Da wir uns noch nicht an
die Breite des OKAs gewöhnt haben, geraten
wir neben den Track und die linke Seite des Wagens
gräbt sich im stinkigen, nassen Sand ein.
Dieses Mal sitzen wir wesentlich tiefer im Dreck
und dieser ist recht glitschig.
Dadie vordere Differentialsperre nicht funktioniert,
haben wir nur hinten Antrieb. Der Sandanker vergräbt
sich tief und wird wie ein Pflug einfachdurch
den Sand gezogen ohne den OKA zu bewegen.
Auch mit den elastischen Gurten (snatch straps)
haben wir keinen Erfolg.
Am Ende stellen wir den Patrol auf unseren Sandanker,
verwenden beide Winden, die des OKA und die des
Patrol, und kriegen so den Wagen wieder frei.
Generell kann man sagen, dass der Wagen gut zu
fahren ist, das Leben "an Bord" komfortabel
ist und viel Freude macht. Auch mit dem Bergematerial
kommen wir gut zurecht und wir wissen dass es
brauchbar ist.
Wir sind sehr zufrieden, mit Ausnahme des Verhaltens
im weichen Sand und Dreck. Das Gewicht des voll
beladenen Fahrzeugs wird aber für immer ein
Handicap bleiben.

Eines Morgens finden wir die Hinterwand des OKA
mit Grafitti bemalt.Gottlob ist die Farbe noch
nicht voll ausgehärtet. Mit viel Ellbogenöl
und scharfen Putzmitteln ist der Schaden nach
ein paar Stunden wieder behoben.
Zurück in Perth machen wir die Rostschutz-Behandlung.
Die externe Firma meldet uns, dass sich die Luftfederbälge
auf den Federblättern verschieben und nicht
an der Orginalposition halten.
Ruedi bringt den OKA zurück zur Einbau-Firma
und diese modifiziert die Halterung.
Nach langem Suchen findet Ruedi den Grund für
das Problem mit der komplexen Bodenheizung. Einige
Zu- und Ableitungsrohre sind falsch angeschlossen.
Nach dem das geändert ist, läuft die
Heizung einwandfrei.
Ende Juni 2006 ist die Typenprüfung immer
noch nicht bestanden. Da unterdessen einige Regeln
geändert wurden, werden zusätzliche
Tests angeordnet und OKA besteht leider nicht
alle im ersten Anlauf. Solange die Typenprüfung
nicht abgeschlossen ist, können die zusätzlichen,
für die Auflastung auf 7260 kg notwendigen
Bremstests nicht durchgeführt werden und
ohne die legale Auflastung können wir den
Wagen beim Strassenverkehrsamt nicht einlösen.
Die neuen Verzögerungen bringen uns in arge
Bedrängnis. Wir müssen unsere Reise
nach Alice Springs spätestens am 1. Juli
beginnen können um uns dort termingemäss
mit unseren Schweizer Freunden treffen zu können.
Wir haben vor, während ihren Ferien, von
dort aus mit ihnen zu reisen. Ebenso benötigen
sie einiges an Material welches wir ihnen bringen.
Der Termin kann unmöglich verschoben werden,
dafür ist es zu spät. Langsam werden
wir sehr nervös.
Obwohl unterdessen alle Tests bestanden sind,
schafft es OKA wie erwartet nicht, von Canberra
die Lizenz zeitgerecht zu bekommen. Abhängig
vom Zeitpunkt der Lizenzerteilung wird uns OKA
den Wagen nach Alice Springs, Broome oder Darwin
liefern.
OKA organisiert für uns auf ihre Kosten
einen alten Toyota Landcruiser (ex. Britz Bushcamper),
so dass wir trotzdem termingerecht mit der Reise
beginnen können.
Es ist drinnen sehr eng, aber das muss in der
Zwischenzeit nun mal genügen.
Nachdem die Lizenz von Canberra erteilt ist,
beendigt OKA für uns die zusätzlichen
Bremstest. Während dieser Tests verschiebt
sich ein weiteres Mal ein Luftfederbalg, berührt
den Auspuff und geht kaputt. OKA bringt den Truck
nochmals zur Einbaufirma welche den Schaden repariert.
Der Bremstest wird bestanden und OKA löst
den Wagen für uns ein.
Der OKA Vertreter in Alice Springs der den Lastwagen
zum Transport des OKAs organisiert, realisiert
aber nicht, dass der Wagen viel schwerer und höher
ist als normal und dass ein Tieflader zum Transport
benötigt würde. Da die Reorganisation
des Transports eine neuerliche Verzögerung
von mindestens einer Woche bedeuten würde,
wechseln wir ein letztes Mal unsere Pläne.
Wir fahren in 3 Tagen von Alice Springs nach
Perth (2951 km), holen dort den fertigen Camper
ab, laden alles vom Toyota in den OKA um, fahren
in 3 weiteren Tagen von Perth nach Broome (2145
km), treffen dort wieder unsere Freunde und reisen
mit ihnen weiter.
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