|
Das Basisfahrzeug
Als Fahrzeug wurde ein weisser Land Rover Defender
130 Dual Cab mit einem Diesel Td5 Motor (Handschaltung)
mit Stoffsitzbezügen und getönten Scheiben
verwendet.
Ersteinlösung war 2001 (Model 1999), und ca. 30'000
km wurden bis jetzt damit gefahren.
Der Wagen ist für 5 Personen zugelassen. Je nach
montierter Sitzkonfiguration können 2+1 resp. 5
Personen vorschriftgemäss transportiert werden.
Passt dank lediglich 2.05 m Höhe in die meisten
Garagen und ist Containertauglich (Sicherheit).
Die Autonomie
2 unter dem Fahrzeug montierte Zusatz-Dieseltanks (mit
Pumpen) ergeben zusammen mit dem Originaltank total
200 l Diesel, was einer Autonomie von ca. 1'500 km entspricht.
2 Reservereifen sind im Container einbruchsicher verstaut.
Falls nötig können auf dem Dachträger
(ausgerüstet mit Flugschienen) zusätzliche
2 Reifen und 3-6 20 l Kanister befestigt werden.
120 Liter Trinkwasser befinden sich in 2 auslaufsicher
montierten Tanks.
Der Aufbau
Der Aufbau ist aus Stahlrohr und einer Aluminium-Verkleidung
gefertigt.
Ein "Beduin" Dachzelt ist in einer Schublade
im hinteren Teil des Aufbaus staubgeschützt verstaut.
Zwei "Galgen" sorgen für die nötige
Stabilität. Zusätzlich wird aufgeklappte Teil
des Dachzelts noch mit zwei Stangen am Boden abgestützt.
Auf dem Gepäckträger kann ein zweites Dachzelt
montiert werden.
Eine Leiter ermöglicht den Einstieg in das Zelt.
Wir haben eine Teleskopleiter von Telesteps (http://www.telesteps.se/)
benutzt.
Auf der Fahrerseite kann ein Hannibal Vorzelt von 2,5
x 3,5 m aufgebaut werden. Er ist selbsttragend und braucht
nur bei Sturm oder Regen Stützstangen, um die zusätzliche
Belastung aufzufangen.
Die Ladung ist dank grossen Aussenklappen und abklappbaren
seitlichen Tischen extrem gut zugänglich.
Trotz dem sehr grossen Ladevolumen ist der Schwerpunkt
des Fahrzeugs sehr tief gehalten.
Das ganze "Innen-Leben" des Aufbaus und der
Fahrerkabine ist auf Rako-Eurobehälter-Masse ausgelegt.
(www.georgutz.com).
Die Boxen können mit Spannriemen fixiert werden,
keine lose Ladung.
Der 48 Liter Chromstahl-Kühlschrank von WEMO WEMO
(www.wemo.ch)
ohne Gefrierfach mit externem Kompressor ist mit einer
Ecotronic Kühlschranksteuerung ausgestattet und
kühlt während der Fahrt oder bei genug hoher
Spannung automatisch 5 Grad tiefer.
Die Rako-Boxen, welche auch direkt als Schubladen in
die vorhandenen Schienen and den abklappbaren Tischen
eingefahren werden können, erfüllen den Wunsch
der Hausfrau nach einer einfach aufbaubaren Küche.
Das fliessende Wasser (Wasserpumpe SHURflo Whisper
King mit Druckausgleichstank) wird filtriert (Wasserfilter:
Schraubfilter 10/12 mm vor Wasserpumpe, Feinfilter 10/12
mm (0.1mm Sieb) und Seagull 4000 Filter) und kann direkt
getrunken werden. Frischwasser-Tankanzeigen (Wasserstandsensor
von Votronic) verhindern böse Überraschungen.
Dank 120 l Wasser in 2 umschaltbaren Tanks (auslaufsicher!)
und der zusätzlichen Wasserfiltrieranlage zum Befüllen
der Tanks sollte Wasser nie ein Problem sein. Die Einfüllstutzen
der Wassertanks sind abschliessbar und aussen positioniert,
kein Auslaufen in den Innenraum mehr!
Eine 230V Aussen-Anschlussdose ermöglicht den
Stromanschluss und ohne dabei den Wagen offen lassen
zu müssen.
Eine 3. Batterie für Kühlschrank, Wasserpumpe,
Licht usw. ist vorhanden, ein Batterieladegerät
ist auch eingebaut.
Die Konsole in der Fahrerkabine ist aus 2 Rako-Boxen
gefertigt. Dank dem Rand des Deckels fallen Karten und
Kugelschreiber nicht zwischen die Sitze.
Am 118 x 78 cm grossen Tisch (passt in hinteres Fach)
können bequem 4 Erwachsene essen.
Ein, der Grösse des Vorzeltes entsprechendes Insektenschutzzelt
kann am Vorzelt befestigt werden.
Die Seitenholmen des Hannibal sind auch bestens für
die grosse Wäsche geeignet. Eine kleine Wäscheleine
hat es fix am Unterboden des Dachzelts befestigt. Die
Rückwand der Fahrerkabine beherbergt auch eine
Garderobe und eine kleine Wäscheleine. Ebenfalls
in der Fahrerkabine, ganz in der Nähe der Küche,
ist der 6 kg Feuerlöscher montiert.
Das Gefährt ist dank umfangreichen, grossen Vorzelten,
schlechtwettertauglich .
Auch während Sandstürmen ist sandfreies Kochen
möglich.
Auf der Beifahrerseite hat es einen zweiten, abklappbaren
Tisch der hauptsächlich bei Wartungsarbeiten und
Reparaturen gebraucht wird.
Stauraum für eine 80 x 60 x 33 cm grosse Rako-Box
(ideal zur Aufbewahrung von Rucksäcken, Schlafmatten,
etc) ist auf der Beifahrerseite vorhanden.
Unter dem Dachzelt kann ein "Toiletten-Zelt"
aufgestellt werden (Kederschiene).
Der hintere Zugang zur Ladung ist ideal um Kleider-
und Toilettenboxen leicht zugänglich zu laden.
Die PortaPoti 345 Toilette ist normalerweise in der
Fahrerkabine in einem Möbel eingebaut (kann gleichzeitig
als Notsitz mit Sicherheitsgurt verwendet werden).
Sie kann leicht herausgenommen und im Toiletten-Zelt
aufgestellt werden.
Ein 3. Sitz (wird mitgeliefert) kann in der Fahrerkabine
anstelle des PortaPoti-Möbels montiert werden.
Die untere Heckklappe dient zugleich als Halterung
für die zwei Jacks, welche zur Stabilisierung während
der Nacht verwendet werden und als Halterung für
den Schraubstock.
Reparaturen können damit einfacher durchgeführt
werden.
Alles wurde optimiert, jeder Millimeter wurde genutzt,
was dem Fahrzeug auch den Namen "Millimeter"
einbrachte.
Zusätzliche Ausbauten
Auf dem Dachträger ist ein Sonnenschutzdach montiert,
welches die Fahrerkabine schön kühl hält.
Der Luftschnorchel dient zugleich als Heim für
die GPS Magnetfuss-Antenne. Die CB Funkantenne (76 cm;
27 MHz) ist auf dem Dach, hinter dem Dachträger
montiert und arbeitet dadurch auf alle Seiten gleich
gut.
Das eingebaute 27 MHz CB-Funkgerät (40 Kanal AM/FM
Maycom AH27) welches mit der Aussenantenne verbunden
ist, kann mit Batteriepack und Flexantenne auch als
Handfunkgerät verwendet werden.
Die GPS / PC-Verbindung zwischen dem, an der Aussenantenne
angeschlossenen Garmin GPS 176 Color und dem PC ist
eingebaut und macht die Navigation einfach. Ein 12V-Anschluss
für den PC ist vorhanden.
Ein Kühlerschutzgitter und Lampenschutzgitter
vorne und hinten sind bereits montiert. Eine Makrolon-Scheibe
schützt die Scheinwerfer vor Steinschlägen.
Die Winde (Husky 10 an Spezialstosstange) wird von
der Hauptbatterie sowie einer parallel-geschalteten
eigenen Batterie betrieben. Die beiden Batterien können
per Batterietrennschalter getrennt werden, sollte der
Motor nicht mehr laufen. .
Eine 80%-Differenzial-Sperre hilft in kritischen Situation
"aus dem Dreck".
Die and der A-Bar montierten Breitstrahler und der
Arbeits- und Rückfahrscheinwerfer sorgen für
optimale Ausleuchtung.
Die speziell angefertigten, verzinkten Stahl-Seitenschwellen
dienen zugleich als seitlicher Rammschutz und Aufbockpunkte
für den HiLift-Jack. Ohne diese Schwellen, ist
es unmöglich einen 130-er Defender mit einem High-Lift
Jack aufzubocken. Hinten hat es auf beiden Seiten des
Aufbaus hat es ebenfalls Aufbockpunkte, die zur Stabilisierung
des Wagens verwendet werden können, wenn das Dachzelt
aufgebaut ist.
Lenkungsschutz wird durch 10 mm Alu-Schutzplatten gewährleistet
und die Kotflügel sind mit Riffelblech versehen
um das Besteigen des Fahrzeugs zu ermöglichen.
Die Hayman-Reese Anhängerkupplung ist bis 3,5
t zugelassen und kann, sofern ein entsprechend starker
Zughaken (WARN-Winches) montiert wird, wird auch zur
Bergung verwendet werden.
Da Standard Brückenelemente nicht stark sind,
wurden 2 Brückenelemente mit einer Nennlast von
2000 kg pro Element speziell angefertigt. Sie wiegen
je 11 kg und sind auf der rechten Seite des Aufbaus
montiert.

Zum Testen der Elemente wurde das Fahrzeug vollgeladen
(inkl. beladenem Fahrradträger), auf die Elemente
gestellt und noch einseitig aufgebockt. Es ist kaum
eine Verbiegung der Elemente zu sehen. In der Praxis
haben sich die Brückenelemente bestens bewährt,
sowohl beim Strassenbau als auch für einfachere
Sachen wie dem Erstellen eines geraden Nachtlagers .....
Die Erfahrungen und Abenteuer mit dem "Millimeter"

Der Defender wurde in Niederbipp während einem
SIBESA-Kurs auf Herz und Nieren getestet.
Die Verschränkung war ausgezeichnet und dank des
tiefen Schwerpunktes waren Schräglagen kein Problem.
In Tunesien konnte er sich dann auch noch bewähren.
Das "Nadelöhr" in der Nähe von
Douz, ein ca. 400m breiten Dünengürtel mit
einem Höhenunterschied von ca. 30 m in der ersten
Hälfte, wurde ohne Probleme bewältigt.
Die Differenzialsperre hinten (80% limited slip) half
in den kritischen Situationen.
Dank einer Schublade für lange Gegenstände
(bis 1.75m) kann auch vernünftiges Bergungsmaterial
mitgenommen werden ....
... welches dann auch in Griechenland beim Strassenbau
unersetzlich war....
Das mitgeführte Berge-Material ist auf das Gewicht
des Wagens ausgelegt.
Auch dieses wurde in Griechenland erfolgreich eingesetzt.
Wo immer ... "Millimeter" ist ein treuer
Begleiter und hat uns noch nie im Stich gelassen.
Er bringt uns immer wieder an die schönsten Orte,
egal ob auf den Bergen ....
..... oder Mitten in der Wüste.
|