Verwirklicht Teilbereiche des Plans
und freut Euch an jedem Stück welches ihr erreicht.
Dies verhindert den totalen Frust, sollte
der Traum als Ganzes doch nie umsetzbar sein; sei dies
aus gesundheitlichen oder finanziellen Gründen.
1999:
Wir kauften unsere Wanderausrüstung. Seitdem
unternehmen wir jedes Jahr, voll autonom ausgerüstet,
mehrtägige Touren.
Somit wurde Stufe 3 des Plans realisiert und wird
seitdem mit viel Freude "genutzt".
Auf Grund sehr guter Börsengewinne und gutem
Geschäftsgang der eigenen Informatik Firma liess
sich der frühst mögliche Starttermin bald
ins Jahr 2006, ja kurzzeitig sogar bis 2004 vorverlegen.
2001:
Wir wurden übermütig, konstruierten unser
Zugfahrzeug auf der Basis eines Landrover Defender
130 Crew-Cab und liessen es 2000 - 2001 bauen. Das
Gefährt ist eine sehr eigenwillige Konstruktion.
Gewohnt wird draussen und geschlafen wird im Dachzelt.
Das Erstlingswerk ist fantastisch gelungen, hat sich
unterdessen schon viele Male bewährt und ist nach
wie vor etwas vom Besten, was wir je in dieser Kategorie
von Fahrzeugen gesehen haben.
Auch die Stufe 2 des Traums war damit bereits Realität.
Nach dem Börsencrash und dem Bau des Fahrzeugs,
welches 50% teurer wurde als geplant, musste der mögliche
Startpunkt der Reise wieder auf frühestens 2010
zurückverlegt werden. Wir waren ziemlich frustriert
und hatten eine gewisse Zeit lang keine Lust mehr uns
mit der weiteren Detailplanung zu befassen.
Anfangs 2002:
Anfangs 2002 brachten uns dann aber einige glückliche
Zufälle wieder auf Kurs:
- Die immer schlechter werdende Wirtschaftslage
zwang uns die eigene Firma aufzulösen und uns
fest anstellen zu lassen.
- - Ruedi wurde, wie zuvor schon Susi, Angestellter
bei einer Firma, bei welcher man mit 62 Jahren pensioniert
wird. Zudem ermöglicht die Pensionskasse eine
Frühpensionierung ab 57 und stellt fantastische,
teils steuerbegünstigte Möglichkeiten zur
zusätzlichen Selbstfinanzierung der Früh-Pension
und einer AHV-Überbrückungsrente bis 65
zur Verfügung.
- Ruedi hatte eine neue, vorentscheidende Idee der
Finanzierung: die Rente sollte nicht mehr auf der
Pensionskasse und dem Pensionskassen-Rentenalter
beruhen sondern Privatversicherungen sollten auf
Basis der in den einzelnen Jahren zur Verfügung
stehenden finanziellen Mitteln (Eigenkapital, AVH
Rente Ruedi, AHV Rente Susi, 3. Säulen, etc.)
einen Rentenplan ausarbeiten. Das Finanzierungsmodell
wurde mit der Steuerberaterin und die Rentenversicherung
mit Versicherungsexperten in der Schweiz besprochen.
Ende 2002:
Es zog es uns ein weiteres Mal nach Australien um
unter anderem die folgenden Sachverhalte im Detail
abzuklären:
- Fahrzeugeinfuhr, Registrierung und Versicherung
- Zollformalitäten für Fahrzeug und Haushalt
- Kosten für ein Grundstück und ein Haus
(Sicherheitsreserven)
- Lebens-, Reise- und Fahrzeugunterhaltskosten
- Krankenkasse, Unfall-, Haftpflicht- und Sachversicherungen
- Konditionen privater, australischer Pensionsversicherungen
- Steuersituation in Australien
- Details, Kosten und Termine betr. dem Bau des geplanten
Caravans
Fazit der Australienreise:
- Den Gebrauch unseres bereits gebauten Zugfahrzeugs
müssen wir vergessen.
Das Fahrzeug ist zwar auf Rechtssteuerung umbaubar
und kann eingelöst werden, aber eine Versicherung
(Sachhaftung und Kasko) ist dafür nicht zu bekommen.
Das Fahrzeug ist für australische Verhältnisse
zu teuer und zudem ist es ein Euroimport und die
möglichen Haftungs- und Reparaturkosten wären
nicht absehbar.
Zudem ist der Wagen zu schwer geworden um noch ca.
220 kg zusätzliche Achslast vom Caravan zu übernehmen.
Der Frust war wieder einmal total
- In Australien können privat finanzierte Pensionsversicherungen
ab dem 55. Altersjahr abgeschlossen werden. Versicherungskapital
und Rente sind praktisch steuerfrei.
Anfangs 2003:
Anfangs 2003 wurde das Finanzierungsmodell nochmals
um- und ausgebaut und die gewonnenen Erkenntnisse übernommen.
Der frühst mögliche Starttermin liess sich
somit zu unserem grossen Erstaunen wieder auf den 1.1.2005,
im Notfall sogar auf den 1.1.2004 vorverlegen. Dies
aber unter der Bedingung, dass wir nicht vorhaben jemals
wieder in der Schweiz zu leben, da ein Leben in der
Schweiz mit der verfügbaren Rente nicht finanzierbar
wäre. Die zu erwartenden Kosten wurden bis ins
Jahr 2025 berechnet.
Auf Grund vieler Diskussionen mit anderen Reiseerfahrenen
und auf Grund unsrer eigenen, langfristigen Reisepläne,
wurde die Variante "Caravan - Zugfahrzeug"
wieder fallengelassen. Wir haben uns entschlossen,
trotz einiger Nachteile nun doch wieder einen Camper
auf der Basis eines OKAs zu bauen und das Reisekonzept
auf 2 Stufen zu reduzieren.
- Südamerika währe per Zugfahrzeug - Caravan
kaum zu bereisen
- Zugfahrzeuge ohne feste Wohnkabine sind ungeeignet
für längere Reisen in den kalten Gegenden
Südamerikas, Kanadas, Alaskas u.s.w.
- Ein Zugfahrzeug mit Aufstelldach oder Dachzelt
bietet sehr wenig Schutz bei schlechtem Wetter, vor
grossen Wildtieren und ungebetenen Besuchern (Menschen).
Als wir die Pläne des Campers mit einer der möglichen
Herstellerfirmen diskutierten, wurden wir darauf aufmerksam
gemacht, das die Fahrausweisregelungen zum Fahren solch
schwerer Fahrzeuge (Ausweis für Feuerwehr- und
schwere Camper-Fahrzeuge) per 1.4.2003 ändere.
Würde der Lernfahrausweis nach diesem Datum beantragt
müsste man in Zukunft die volle Lastwagen-Theorieprüfung
absolvieren.
Wir schafften es eben noch den Lernfahrausweis fristgerecht
zu bekommen.
Mitte 2003:
Der definitive Starttermin wird auf den 1.8.2005 festgelegt
und offiziell kommuniziert.
August 2003:
Ruedi bekommt das Einwanderungsvisum für Australien
inklusive Arbeitsbewilligung.
September 2003:
Susi und Ruedi schaffen die Fahrprüfung C1 nach
altem Muster. Das bedeutet, dass wir fortan professionell
Fahrzeuge bis 7,5 t fahren dürfen, sowie in der
Schweiz, Camper mit unbeschränktem Gewicht. Das
Maximalgewicht des OKA liegt bei 6.4 t und inklusive
Anhänger bei 9 t.
Oktober 2003:
Intensives medizinisches Training zur Selbsthilfe
(CH: Atlas Health-Academy geleitet von "Pro Valetudine";
Samariterverein)
Dezember 2003:
Ruedi immigrierte in Australien, wenn auch nur für
3 Wochen. Wir flogen nach Perth um den OKA auszumessen,
zu bestellen und um dessen Verschiffung nach Deutschland
zu organisieren.
OKA hat die Auslieferung des Fahrzeugs in Deutschland
an Alu-Star auf Anfang Oktober versprochen.
Frühling 2004:
Susi und Ruedi entwerfen diverse Versionen des Camper-Aufbaus
und diskutieren diese mit Alu-Star. Jede Version wird
besser aber einfacher und weist zudem mehr "goodies"
auf.
Der 5. Version können schliesslich alle Beteiligten
zustimmen. Trotzdem werden noch 3 "Definitive Versionen"
gezeichnet um kleine Detailänderungen einfliessen
zu lassen.
Mit Alu-Star wird folgendes Vorgehen abgesprochen:
- Baubeginn Oktober 2004
- Aufbau fertig und auf dem Fahrzeug montiert. Das
Fahrzeug ist gebrauchsfertig.
- Teilnahme als Aussteller für OKA und Alu-Star
and der grössten Off-Road Messe "Abenteuer
Allrad" in Bad Kissingen Ende Mai 2005.
- Testen während 4 Wochen in Griechenland (wo
sonst)
Weiter wurde entschieden per Container-Schiff via
den Panama-Kanal nach Australien zu fahren. Die Reise
wurde gebucht.
Start ist am 9. September in Hamburg, Ankunft ist am
24. Oktober in Sydney.
Der Wagen wird separat per RoRo verschifft und wird
in Australien kurz nach unsrer eigenen Ankunft eintreffen.
Oktober 2004:
OKA informiert uns, dass der Wagen nicht wie geplant
im Oktober, sondern frühestens Ende März,
eventuell aber auch erst Ende Juni, in Deutschland
eintreffen wird. Das neue Modell wird verspätet,
und erst Ende Januar 2005 auf dem australischen Markt
erscheinen. Die Verspätungen generieren bei allen
Beteiligten einen enormen Stress und sind sehr ungemütlich.
Notfall-Szenarios werden diskutiert und der Camper-Aufbau
wird soweit angepasst, dass er notfalls auch auf einen
Allrad Mitsubishi Canter, oder einen Österreichischen
Mantra passen wird. Für den Fall aller Fälle
....
Trotzdem vereinbaren wir, dass Alu-Star mit dem Bau
wie geplant beginnt. Dies jedoch lediglich auf der
Basis von OKA's Werkstattzeichnungen, sowie unseren
eigenen Abklärungen, Messungen und den Photos
welche wir letzten Dezember in der Fabrik von OKA gemacht
hatten.
Dezember 2004 - Februar 2005:
Es werden vor allem die benötigten Bauteile wie
Solaranlage, Kühlschrank u.s.w. für die Wohnkabine
besorgt. Ein Teil davon kommt aus der Schweiz und Ruedi
exportiert die Teile selber nach Deutschland. Dabei
hat er das Vergnügen das schweizerisch/deutsche
Beamtentum ausgiebig kennenzulernen. Es ist kaum zu
glauben, was da an Leerlauf produziert wird. Jeder
Grenzübertritt verläuft anders und dauert
jeweils etwa 2 - 2.5 Stunden.
Die leere Wohnkabine wird bestellt und im Januar ausgeliefert.
Alu-Star vergibt die Aufträge neuerdings extern,
weil dadurch nochmals eine erhebliche Qualitätssteigerung
möglich ist. Die Alu-Sandwich-Platten werden von
einem Spezialisten mit Hilfe von grossen Pressen hergestellt.
Das Alublech kommt von der Rolle. Damit müssen
keine Platten zusammengesetzt werden. Das Resultat überzeugt
vollumfänglich.
Die Bodenheizung wird eingebaut. Ruedi kann das erste
Mal richtig mitarbeiten. Es ist eine sehr aufwendige
Angelegenheit die sehr sauber ausgeführt werden
muss, da Lecks später kaum mehr repariert werden
könnten. Alex arbeitet wie immer sehr "pingelig"
auch wenn's mal "fummelig" wird.
Wir künden unsere Stellungen bei unserem Arbeitsgeber
per Ende Juni (minus Ferien und Überzeit).
März - April 2005:
OKA bestätigt endlich, dass der Wagen im Laufe
der zweiten Juni-Hälfte an Alu-Star ausgeliefert
wird.
Die Bodenheizung ist eingebaut und Alu-Star arbeitet
jetzt an den Möbeln. Die Solar-Panelen sind montiert
und verdrahtet.
Mai 2005:
Fenster und Fensterabdeckungen sowie Teile der Wasseranlage
werden eingebaut.
Obwohl der Ausbau der Kabine noch lange nicht soweit
fortgeschritten ist wie geplant, wird sie an der grössten
europäischen Off-Roadmesse in Bad Kissingen (Deutschland)
ausgestellt.
Wir sind als Gäste von Alu-Star auch mit dabei
und geniessen stolz drei heisse Tage auf der Messe.
Die Kabine wird allerseits von Herstellern und Gästen,
vor allem wegen der hervorragenden Verarbeitungsqualität
und der fantastischen Isolation, bestaunt.
Juni 2005:
OKA sendet erste Bilder unseres Fahrzeugs - aber nicht
den Wagen. Die Auslieferung verzögert sich weiter
bis September. Das wirft nun definitiv alle unsere
Pläne
über den Haufen und wir wissen bereits, dass wir,
einmal in Australien eingetroffen, nicht mit Reisen
beginnen können. Wir werden noch einmal nach Europa
zurückkehren müssen, um den Camper fertig
zu stellen.
Die Herstellung der Möbel ist wesentlich aufwendiger
als erwartet, damit haben wir auch auf dieser Seite
enorme Verzögerungen. Ruedi arbeitet nun voll
am Aufbau bei Alu-Star mit und stellt hauptsächlich
Möbelwände und Türchen her. Ein endloser
Job!!
Juli 2005:
Die Einrichtung ist mehrheitlich fertig, die Vorhänge
sind montiert. Ruedi installiert und verdrahtet die
ganze Elektrik. Susi stellt die Fliegengitter her.
Da der Defender unterdessen verkauft ist, wohnen wir
bereits im Camper-Aufbau, wenn wir bei Alu-Star arbeiten.
August 2005:
Da der Aufbau noch keine Räder hat, wird er auf
dem Lastwagen an unsere grosse Abschiedsparty in Illnau
gefahren. Dabei zeigt sich, dass das Solarsystem die
Batterien, auch bei leicht erhöhtem Verbrauch
und auch bei bewölktem Himmel, in weniger als
einem halben Tag wieder voll laden kann. Alles was
schon fertig ist, funktioniert wie erwartet.
November 2005 - Januar 2006:
Wir erreichen Anfangs November als Passagiere auf
dem Containerschiff "CMA CGM Matisse" Perth
und sehen wie weit OKA mit dem Bau unseres Basisfahrzeugs
ist. Da der Wagen aller Voraussicht nach erst Ende
Januar fertig gestellt sein wird, beschliessen wir,
dass der Wagen nicht nach Deutschland zur Fertigstellung
geschickt wird, sondern dass der fertige Aufbau per
Container von Deutschland nach Perth verschifft wird
und in der Fabrik von OKA von den Leuten von Alu-Star
fertig gestellt wird. Die ganzen Mehrkosten gehen zu
Lasten OKA.
Bis zur Verschiffung hat Alu-Star alle Hände voll
zu tun um alle noch ausstehenden Arbeiten zu beenden,
den Transport zu organisieren und sich selber auf die
veränderte Situation einzustellen. Wir unsererseits
haben alles zu inventieren und schlagen uns mit den
Zollformalitäten herum.
Am 6. Dezember geht der Container bei Alu-Star weg.
Am 15. Januar fliegen wir zusammen mit 2 Leuten von
Alu-Star, Alex und Manfred, nach Perth.
Februar 2006:
Als wir bei OKA ankommen ist das Fahrzeug bei weitem
noch nicht fertig.
Wegen eines logistischen Fehlers der Transportfirma
kommt zudem der Container eine Woche zu spät in
Australien an und wir haben ihn erst am 10 Februar
bei OKA. Das bringt uns in arge Schwierigkeiten, da
Alex und Manfred von Alu-Star Ende Februar zurück
in Deutschland sein müssen. Gottlob ist Thomas,
der frühere Besitzer von Alu-Star, bereit seine
Reise in Afrika zu unterbrechen, um uns auszuhelfen.
Er kann so lange hier bleiben, wie wir ihn brauchen.
Also fliegen wir ihn aus Tansania ein.
Es wird 6 Tage die Woche und viele Stunden pro Tag
hart gearbeitet, um bis zum Abflug der 2 Alu-Star Leute
möglichst viel fertig zu haben. Der Reserveradträger,
der hintere Kranarm mit der Rückfahrkamera, der
Dachgepäckträger, die Luftdruck betriebene
Treppe, die Dachluken und die Bodenheizung werden fertig
gebaut.
Wir entdecken ein Leck in der Bodenheizung. Für
Alex ist dies einer der stressreichsten Arbeitstage
die er je hatte. Gottlob findet er das Leck, dank aktueller
und sehr genauer Baupläne, schnell und die angebohrte
Leitung kann verhältnismässig einfach repariert
werden. Hätte das nicht geklappt, wäre das
das Ende Aufbaus gewesen und wir hätten von vorne
beginnen können, da ein Ausbau der eingeklebten
und vernieteten Möbel nicht ohne ihre Zerstörung
möglich gewesen wäre.
Am 22. Februar besteht der OKA seine erste Testfahrt
auf dem Fabrikgelände.
Alex und Manfred fliegen zurück nach Deutschland.
Sie haben das fertige Produkt nie gesehen.
März 2006:
Die Kabine wird mit dem Zwischenrahmen verklebt und
verschraubt und die ganze Einheit definitiv auf den
OKA montiert. Alle fertig gestellten Bauteile werden
montiert.
Die Kabine wird gespritzt.
Die Bodenheizung wird an das Kühlsystem des OKA's
angeschlossen. Thomas schafft es aber vor seinem Abflug
Ende März nicht mehr die Bodenheizung fehlerlos
zum laufen zu bringen.
Der grosse Schock kommt beim Wägen des Fahrzeugs:
der Wagen wiegt ohne unser Material 6.4 Tonnen, ca.
1 Tonne mehr als berechnet!!
Wir haben keine Ahnung woher das Übergewicht herkommt.
Der OKA ist für 6500 kg zugelassen. Wir haben
ein riesiges Problem.
Ende März sind die meisten Arbeiten abgeschlossen
und Thomas, der Dritte Mann von Alu-Star, fliegt nach
Afrika zurück.
April 2006:
Der Wagen wird durch eine externe Firma mit Luftfederbälgen
und stärkeren Stossdämpfern versehen und
eine zusätzliche Abnahme inkl. Bremstest wird
notwendig.
Das erlaubte Gesamtgewicht wird damit auf über 7 Tonnen erhöht.
Der schöne und teure Reserveradträger wird
aus gewichtsgründen wieder entfernt. Wir sind
wieder im grünen Bereich.
Der Camper ist soweit fertig, aber OKA ist immer noch
mit der Typenprüfung beschäftigt.
Auch wir haben noch viele Kleinigkeiten zu erledigen.
Mai - Juni 2006:
Die Fahrerkabine wird fertig ausgestattet, Zusatzgeräte
wie PC, GPS, Funk, Satelitten-Telefon werden
eingebaut und verkabelt.
Da der OKA zurzeit erst mit der Garagenummer gefahren
werden darf, wird Ruedi kurzerhand bei der OKA als
Testfahrer eingestellt.
Wir fahren mit dem Camper eine Woche nach Kalbarri
um diesen zu testen. Der Wagen ist gut zu fahren und
im Aufbau ist gut zu leben. Wir sind, mit Ausnahme
der Fahrten im weichen Sand, sehr zufrieden. Das hohe
Gewicht wird aber immer ein Handicap bleiben.
Zurück in Perth wird der OKA gegen Rost behandelt.
Dabei wird entdeckt, dass die Luftfederbälge
sich verschoben haben. Die Montage wird abgeändert.
Nach längerem Suchen stellt Ruedi fest, dass
die komplexe Bodenheizung falsch angeschlossen ist.
Nachdem das Problem behoben ist, funktioniert sie einwandfrei.
Die Typenprüfung des OKA lässt immer noch
auf sich warten. Für die Typenprüfung sind
noch zusätzliche Tests angeordnet worden, die
auch teilweise nicht auf Anhieb bestanden werden. Solange
diese nicht bestanden sind, können die zusätzlichen
Bremstests für die Gewichtserhöhung nicht
durchgeführt werden und kann der Wagen auch nicht
zwecks Einlösung beim Strassenverkehrsamt vorgeführt
werden. Das ist schlecht, da wir spätestens am
1. Juli losfahren müssen, um termingerecht in
Alice Springs zu sein, wo wir mit zwei Schweizern verabredet
sind. Wir werden während ihrer Ferien zusammen
mit ihnen reisen und sie sind auf Material von uns
angewiesen. Wir können den Termin nicht verschieben.
Wir werden langsam nervös.
Juli 2006:
Obwohl unterdessen alle Tests bestanden sind schafft
OKA, diesmal aber nicht selbstverschuldet, wie erwartet
auch diesen Termin nicht und man stellt uns kurzerhand
einen alten Toyota Landcruiser (ex. Britz Bushcamper)
zur Verfügung, mit welchem wir nach Alice Springs
"in die Ferien" fahren können. OKA wird
für uns sobald möglich die zusätzlichen
Bremstests durchführen und für uns auch den
Wagen einlösen. Darauf hin werden sie uns den
Wagen, je nach Zeitpunkt, nach Alice Springs, Broome
oder Darwin liefern.
August 2006:
Der Händler in Alice Springs, welcher für
den Transport des OKAs zuständig ist, bestellt
einen zu kleinen Lastwagen, was zu einer weiteren Verzögerung
von mindestens einer Woche führen würde.
Wir disponieren ein letztes Mal um, fahren innert drei
Tagen von Alice Springs nach Perth zurück (2951
km), holen unseren fertigen Camper ab, räumen
ihn fertig ein und fahren in drei weiteren Tagen nach
Broome (2145 km), wo wir uns wieder mit unseren Kollegen
treffen, um mit ihnen weiter zu reisen.
Schlussendlich war, ausser einem Herzinfarkt,
drei Nervenzusammenbrüchen und einigen Kurzaufenthalten
in Nervenheilkliniken, der Bau des Campers aber eine
schöne Erfahrung :-))
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